Tag 7

23. August 2011

Von Wasser- und Regenfällen

Unterwegs in der Mountain Pine Ridge

Heute kann sich das Wetter mal wieder nicht entscheiden: Regen, Sonne, Regen – Wechsel fast im Viertelstundentakt. Wasser ist heute sowieso das Thema des Tages: Wir besuchen erst einen Wasserfall, unter dem man schwimmen kann und dann einen anderen, den man nur aus der Ferne bewundern darf.
Nachdem unser Mietauto einen Tag Pause hatte, peitschen wir es heute wieder die Schotterpiste den Berg hoch. Wir werden eine Nacht in der Mystic River Lodge am Macal-Fluss verbringen. Die Anlage der Lodge ist wunderschön, direkt über dem Fluss gelegen. Das Bungalow ist hübsch eingerichtet. Selbstverständlich ist bei dem Luxus der Preis auch entsprechend.
Nach dem Einchecken fahren wir auf Empfehlung der Receptionistin zu den Big Rock Falls. Diese liegen innerhalb des Moutain Pine Ridge Forest Reserves. So müssen wir erst das Tor passieren – eine Eintrittsgebühr wird nicht erhoben, aber der Ranger an der Schranke bittet uns um eine Spende für die Nierenoperation seines Vaters und hält uns die Spitalrechnung unter die Nase. Meinetwegen ...
Wir finden den Ort, wo der Wanderweg hinunter zu den Wasserfällen beginnt, recht gut. Stellt sich heraus: Es ist weniger ein Wander- als eher ein Kletter-Weg. Über Flüsschen, Steine und Wurzeln. Weit ist es zum Glück nicht, dann stehen wir am Ufer des Flusses, zu unserer Linken die Wasserfälle, vor uns der Fluss. Schnell in die Badehosen gehüpft uns rein ins erfrischende grüne Wasser! Man kann sich vom Fluss ein wenig treiben lassen, immer mit den Füssen voran wegen unsichtbaren Felsklumpen unter Wasser. Es ist sehr ruhig hier, natürlich ist ausser uns kein Mensch da. Am gegenüberliegenden Ufer gibt es eine Art Strand. Daneben zwei kleine Wasserfälle. Die Hänge links und rechts saftig grün. Das Wetter wechselt mehrmals zwischen heftigem Regen und strahlendem Sonnenschein.
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Big Rock Falls (Alle Fotos)

Nach 2 Stunden planschen brechen wir auf zu anderen Regenfällen, den „1000 foot falls“, die sinnigerweise mehr als 1000 foot tief sind und auch „Hidden Valley Falls“ genannt werden. Der Blick auf den Wasserfall kostet 2 Belize = 1 US-Dollar pro Person. Der ältere Herr, welcher hier den Eintritt einkassiert, ist scheinbar mehr als froh über Besuch. Er will und noch den Ausblick auf die Hauptstadt Belmopan zeigen – nur regnerts dort offenbar gerade. Dann zeigt er uns noch die National-Blume von Belize: eine Orchidee, recht klein - eben passend zur Landesgrösse.
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1000 foot falls, Orchidee (Alle Fotos)

Auf dem Rückweg erfahren wir, wie tückisch die nasse Waldboden-Strasse sein kann: ein kurzes Stück Matsch, und schon steht das Auto quer. Passieren kann bei dem Tempo hier kaum etwas. Hinter uns folgt gleich ein Pick-up-Truck. 2 der Einheimschen springen sofort von der Ladefläche und helfen anschieben – schon ist das Auto wieder flott. Der Dreck am Wagen wäscht der nächste Regenfall ab.
Zurück in der Mystic River Lodge macht das Wetter am Abend wieder das, was es im Regenwald eben hin und wieder macht: regnen. Das Abendessen wird in einem offenen Restaurant serviert – ausser uns sind noch 3 weitere Paare da. Von der Terrasse unseres Bungalows gibt’s quasi als Bettmümpfeli noch ein faszinierendes Naturschauspiel zu bewundern: im stockfinsteren Dschungel blinken kleine gelbe Lichtlein auf – Leuchtkäferli!
Kolibri (Mystic River Resort, Belize)